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Datum |
15.02.2008, um 03:03 Uhr |
| Titel | Dunkelheit |
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| Teaser | Dunkelheit Nichts als Dunkelheit Man wuenscht sich keine Gefuehle zu haben Keinen Schmerz Keine Erinnerung Man wuenscht sich den Sonnenschein zu sehen Tief im Herzen zu sehen Doch kein Lichtstrahl durchdringt Die haessliche schmerzende Dunkelheit Bilder der Vergangenheit Fressen dich innerlich auf Machen dich voellig wehrlos Mit jedem Gedanken stoeßt es dir Einen brennenden Speer ins Herz Und du loeschst es mit deinen Traenen Doch mit jeder Traene Verlierst du die Erinnerung An die Menschen die dich lieben An die Waerme der Liebe Du verlierst die Hoffnung Du bist tod tief in dir drin Und nur der Schmerz der Dunkelheit Laesst dich wissen Dass du am Leben bist |
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Datum |
15.02.2008, um 03:03 Uhr |
| Titel | Ich weine |
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| Teaser | Ich weine. Nicht aus Trauer, nicht weil ich gluecklich bin. Ich weine in mich hinein, lasse mich nicht stoeren, lasse mir nicht helfen. Ich scheine gluecklich zu sein, und doch weine ich. Es befreit mich von meinem Sein, von der Ungerechtigkeit. Es befreit mich Und Zerstoert mich zugleich. Ich mache nichts dagegen, aendere nichts daran, ich lasse mich einfach laufen, ohne Grund, ohne, das mich etwas anspornt so zu sein. Ich weine in mich hinein. Lasst mich alleine, lasst mich zufrieden, ich will alleine sein, alleine weinen, alleine mich vergessen. |
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Datum |
15.02.2008, um 03:03 Uhr |
| Titel | Frei von Aengsten |
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| Teaser | Frei von Aengsten Das Leben ist voll mit Aengsten. Die Angst vorm Leben, vorm Alleinsein, vor Schmerzen und vor dem Sterben. engste, die sich zu einem Berg tuermen. Ich moechte frei sein, frei von Aengsten. Ich besteige den Berg. Oben angekommen, schaue ich ins Tal. Ich habe Angst. Angst davor, loszulaufen, Angst davor meine Arme wie Fluegel auszubreiten, Angst zu fliegen. Ich nehme allen Mut zusammen und laufe los, breite meine Arme aus und springe hinab. Ich fliege - alle Aengste sind wie weggeblasen. Alles ist auf einmal so unbedeutend, so klein. Eine himmlische Stille, unterbrochen von Rauschen des Windes, der sich um meinen Koerper windet. Das erste Mal frei von allen Aengsten. Ich fuehl mich frei wie ein Vogel. Keine Angst Keine Angst vor der Landung Einfach nur frei! |
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Datum |
15.02.2008, um 03:03 Uhr |
| Titel | Kalt und Leer |
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| Teaser | Gefuehllos und einsam kalt und leer Regen, der sich mit dem Wind vereint Sonne und Licht tief vergraben Die Baeume kahl, die Strassen leer Traenen und Verzweiflung Angst und Schmerz Emotional und seelisch total am Boden Hass und Wut, der in mir zusammen waechst Gedanken und Erinnerungen, die tiefe Wunden hinterlassen tiefschwarze Augen- rauschender Kopf Ein Tag ohne Anfang Eine Nacht ohne Ende Quaelende Fragen unendliches Verlangen nach Antworten Stille- stumme Schreie Hoffnung erloschen Traeume unerreichbar So spielt mein Leben so ist es eben |
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Datum |
19.01.2008, um 20:08 Uhr |
| Titel | Bitte Höre |
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| Teaser | Oftmals habe ich mich gefragt, warum ich schreibe. Ich weiss es bis heute nicht. Allerdings weiss ich auch nicht, warum ich andere Dinge tue oder unterlasse. Deswegen erwartet bitte keine Antworten auf eure Fragen - ich habe selbst genug. Ich versuche die Vision meines Ichs auszuleben, in meinen Gedichten gelingt mir dies am besten. Natürlich versuche ich nicht, jemandem mein Weltbild aufzudruecken, sondern versuche, den anderen verstehen zu machen, was ich empfinde. Ich danke jedem für seine Interpretation des Lebens. Bitte Hoere Bitte hoere, was ich nicht sage! Lass dich nicht von mir narren. Lass dich nicht durch mein Gesicht taeuschen. Denn ich trage tausend Masken, die ich fuerchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So zu tun, als ob, ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde, aber lass dich um Gottes Willen dadurch nicht taeuschen. Ich mache den Eindruck, als sei ich umgaenglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie aussen. Als sei mein Wesen Vertrauen und Kuehle, so als koenne ich über alles bestimmen und brauchte niemanden – aber glaub mir nicht! Mein Aeusseres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter ist nichts Entsprechendes. Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Angst und allein. Aber ich verberge das, weil ich nicht moechte, dass es irgendjemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwaechen, bekomme ich Panik und fuerchte mich davor, mich anderen ueberhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich verzweifelte Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine laessige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutaeuschen – die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen wuerde. Dabei waere gerade dieser Blick meine Rettung. Und ich weiss es. Wenn er verbunden waere mit Angenommenwerden, mit Liebe – das würde mir die Sicherheit geben, die ich mir selbst nicht geben kann. Die Sicherheit, dass ich etwas wert bin. Aber das sage ich dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor. Ich habe Angst, dass dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fuerchte, du wirst gering von mir denken, dass ich tief drinnen in mir selbst nichts bin und über mich lachen. Und dein Lachen wuerde mich umbringen. Ich habe Angst, dass du das siehst und mich abweisen wirst ... so spiele ich mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen. Ich rede daher im gaengigen Ton oberflächlichen Geschwaetzes. Ich erzähle dir alles, das in Wirklichkeit nichts sagend ist und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit. Deshalb lass dich nicht taeuschen von dem, was ich aus Gewohnheit daherrede. Hoere sorgfaeltig hin und versuche zu hoeren, was ich nicht sage – was ich gerne sagen moechte, was ich um den Überlebenswillen rede und was ich nicht sagen kann. Ich hasse Versteckspiele. Ehrlich! Ich verabscheue dieses oberflaechliche Spiel, das ich da auffuehre – ein unechtes Spiel. Ich moechte wirklich echt und spontan sein können – einfach ich selbst, aber du musst mir helfen. Du musst deine Hand ausstrecken, selbst wenn es gerade das Letzte zu sein scheint, das ich mir wuensche. Jedes Mal, wenn du freundlich bist und mir Mut machst, wenn du mich zu verstehen versuchst, weil du dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Fluegel – sehr kleine, bruechige Schwingen – aber Fluegel. Dein Mitgefuehl und die Kraft deines Verstehens machen mich lebendig. Ich moechte, dass du das weisst, wie wichtig du für mich bist, wie sehr du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin – wenn du willst. Ich wuenschte, du wolltest es. Du allein kannst die Wand niederreissen, hinter der ich mich aengstige. Du allein kannst mir die Maske abnehmen und mich aus meiner Schattenwelt befreien, aus Angst und Unsicherheit, aus meiner Einsamkeit. Uebersieh mich nicht – bitte! Uebergeh mich nicht! Es wird nicht leicht für dich sein. Die Langandauernde Ueberzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Schutzmauern. Je naeher du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Meine Hoffnung liegt darin, dass Liebe staerker ist, als jeder Schutzwall. Versuche, diese Mauern einzureissen, mit sicheren, behutsamen Haenden – das Kind in mir ist verletzlich. Bitte hoere, was ich nicht sage! |
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